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Das Haushaltsbuch in vier Schritten

Zu wissen, was hereinkommt und was hinausgeht, ist der Ausgangspunkt jeder Geldentscheidung. Eine einfache Methode ohne besondere Hilfsmittel.

Warum hier anfangen

Jede Überlegung zum Sparen und Anlegen beruht auf einer Information, die viele nicht haben: wie viel sie tatsächlich jeden Monat ausgeben, Posten für Posten. Ohne diese Zahl lässt sich weder sagen, wie viel man zurücklegen kann, noch wie groß die Reserve sein sollte oder ob ein Ziel realistisch ist.

Ein Haushaltsbuch ist keine Übung im Verzichten. Es ist eine Momentaufnahme: Es zeigt, wohin das Geld fließt, damit man bewusst entscheiden kann, was bleibt und was sich ändert.

Schritt 1 und 2: Einnahmen und Ausgaben

Zuerst werden die Nettoeinnahmen aufgelistet: Gehälter, Renten, Einkünfte aus Selbstständigkeit, Mieteinnahmen. Bei unregelmäßigem Einkommen ist ein vorsichtiger Durchschnitt der letzten zwölf Monate besser als der beste Monat.

Dann werden die Ausgaben mindestens zwei bis drei Monate lang erfasst und in drei Gruppen geteilt. Fixkosten: Miete oder Kreditrate, Nebenkosten, Versicherungen, Abos. Notwendige variable Kosten: Lebensmittel, Verkehr, Gesundheit. Frei verfügbare Ausgaben: Freizeit, Restaurant, nicht notwendige Anschaffungen. Kontoauszüge und Banking-App erledigen den größten Teil; Bargeld notiert man gesondert.

Nicht vergessen: Kosten, die einmal im Jahr anfallen, etwa Steuern oder die Kfz-Versicherung. Man teilt sie durch zwölf und behandelt sie als Monatsbetrag.

Schritt 3: der Saldo

Einnahmen minus Ausgaben ergibt den Monatssaldo. Ist er positiv, ist das die Sparfähigkeit. Liegt er nahe null oder im Minus, lebt man an oder über seinen Verhältnissen, und ein unerwartetes Ereignis würde zu Schulden führen.

Ein nützlicher Wert ist die Sparquote: das Ersparte geteilt durch die Einnahmen. Einen für alle richtigen Prozentsatz gibt es nicht. Wichtiger als der Vergleich mit anderen ist die Richtung über die Zeit.

Schritt 4: entscheiden

Mit den Zahlen vor Augen werden konkrete Entscheidungen möglich. Meist schaut man zuerst auf die Fixkosten, weil sie jeden Monat ohne Nachdenken abgehen: Ein ungenutztes Abo oder ein ungünstiger Vertrag wiegt mehr als viele kleine Verzichte.

Dann legt man eine Reihenfolge fest: zuerst die Reserve für Unvorhergesehenes, dann die teuersten Schulden, dann längerfristige Ziele. Am besten funktioniert ein Dauerauftrag gleich nach dem Geldeingang, weil er die monatliche Entscheidung überflüssig macht.

Ausschließlich Bildungs- und Informationsinhalt. Keine persönliche Finanz-, Anlage- oder Steuerberatung. Alle Geldanlagen sind mit Risiken verbunden, einschließlich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals.

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